In manchen Gemeinden schreiben einzelne schon Mails oder Zusammenfassungen mit ChatGPT. Andere warten, bis jemand «die KI-Strategie» beschliesst. Dazwischen liegt der Amtsalltag: Akten, Personendaten, wenig Zeit.
Das muss kein Grossprojekt sein. Zuerst drei Fragen:
- Nutzen bei euch schon Personen solche Tools für die Arbeit?
- Gibt es eine Absprache, was erlaubt ist, besonders bei dienstlichen oder personenbezogenen Daten?
- Weiss die Führung oder der Vorstand davon?
Wenn die Antworten unklar sind, ist das normal. Unklarheit bei Daten wird trotzdem schnell teuer.
Was in der Kanzlei typischerweise schiefgeht
Nicht die Technik. Die Mischung aus Tempo und Personendaten:
- Ein Entwurf für ein Schreiben an die Einwohnerschaft landet in einem öffentlichen Chat-Tool, inklusive Adresse oder Fallnummer.
- Eine Zusammenfassung der Vorstandssitzung enthält Namen aus dem nicht öffentlichen Teil.
- Niemand hat festgehalten, ob private Accounts erlaubt sind oder nur ein freigegebenes Werkzeug.
Das ist kein KI-Grossprojekt. Das ist eine Absprache: was darf rein, was bleibt draussen, und wer entscheidet das.
Was der KI-Check ist
Zwölf Fragen, fünf bis sieben Minuten, eine grobe Einordnung und zwei bis drei nächste Schritte. Kein Gutachten. Keine Rechtsberatung.
Zum KI-Check.
Was er nicht ersetzt
Wenn neben KI noch GEVER, Datenschutz oder Beschaffung offen sind, bleibt der Einstieg die Standortbestimmung: zwei Stunden Gespräch, Auswertung mit ersten Schritten. KI ist dann ein Blickwinkel in der Auswertung, kein Extra-Paket.
Wer die Tools schon hat und den Alltag üben will: Schulungen digitale Werkzeuge, inklusive KI im Arbeitsalltag.
Nächster Schritt
KI-Check, wenn ihr nur grob einordnen wollt. Standortbestimmung, wenn der Faden über KI hinaus fehlt.


